David und Joyce sind in der Schweiz! Geschrieben Juni 3, 2013 von Rebekka Siegwart

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Endlich ist es soweit: Die Schweizer-Tour des Gründerehepaars von GOA Kenya, David und Joyce Thagana, hat begonnen! Am Freitagabend sassen wir noch alle im Wohnzimmer der Thaganas in Nairobi, besprachen die Reise, alle Termine und Präsentationen und ich beantwortete Fragen wie: „Muss man eine dicke Jacke in die Schweiz mitnehmen?“ oder „Dürfen wir deinen Eltern ein paar Kilogramm Reis mitbringen?“

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Empfangskomitee

Gegen Mitternacht machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen, wo wir glücklicherweise ohne grosse Schwierigkeiten zu unserem Flugzeug gelangten. Der Direktflug Nairobi-Zürich dauert nur knapp sieben Stunden, und wir nutzten die Zeit um etwas zu schlafen (die letzten Nächten fielen wegen all den Vorbereitungen, dem Packen und Verabschieden eher kurz aus!) In der Morgendämmerung näherten wir uns Zürich, und waren entsetzt als wir in der Durchsage vernahmen, dass uns eine Temperatur von 10 Grad erwartete.  Eingewickelt in sämtliche Kleider, die wir bei uns hatten, verliessen wir das Flugzeug und David und Joyce setzten ihren ersten Fuss auf schweizerischen Boden. Als sie die ersten grossen Uhrenplakate an den Wänden des Flughafens erblickten, meinte David: Jetzt kann ich glauben, dass wir in der Schweiz angekommen sind. Von diesen Uhren haben wir in unseren Schulbüchern jeweils gelesen, als wir die Ökonomie der Schweiz studiert haben. Jetzt habe ich es mit eigenen Augen gesehen!

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Heisse Schokolade a la Suisse

Gross war die Überraschung, als uns ein grosses Empfangskomitee mit einem Willkommensplakat am Flughafenausgang herzlich begrüsste! Meine Familienmitglieder, Mitarbeiter von GOA Schweiz und ehemalige Kenia-Volontäre umarmten David und Joyce, welche sich sogleich zuhause fühlten. Bei einer Tasse heisser Schokolade (David und Joyce hatten sich das gewünscht, da alle Volontäre immer davon erzählen, wie gut unsere Schokolade ist=)) wurde ausgetauscht und man hatte Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen.

Auf der Fahrt nach Illnau häuften sich dann die interessierten Fragen unseres kenianischen Besuchs: „Sind das nun die Bäume, von denen wir gehört haben, dass sie ihre Blätter ab und zu verlieren? Sind alle Strassen in der Schweiz so gut wie diese hier? Ist hier gerade Regenzeit? Um wie viele Stunden müssen wir unsere Uhr umstellen?“ Etc… Mit all diesen Fragen und Antworten verging die Fahrt scheller als erwartet und wir trafen im GOA Schweiz-Hauptquartier (oder einfach bei mir zuhause) ein.

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Mitarbeitersitzung GOA Schweiz

Nach einigen wenigen Stunden des Ausruhens begann dann auch gleich schon unser Programm, welches wir für den zweiwöchigen Besuch zusammengestellt hatten. Wir trafen uns mit den Mitarbeitern von GOA Schweiz zu einer vierstündigen Sitzung, wo sich GOA Kenya und GOA Schweiz zum ersten mal in einer Sitzung vereinten. Alle lauschten gespannt den Berichten aus Kenia und es wurde besprochen, wie die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern noch verbessert werden kann.

Anschliessend an die Sitzung fand ein Jugendabend statt, wo die kenianischen Gäste nochmals referierten und sich Zeit nahmen, Fragen zu beantworten. Müde aber zufrieden fielen die beiden in ihre Betten, doch die Nacht dauerte nicht allzu lange. Früh am Sonntagmorgen war Tagwache, um die CGT (Christliche Gemeinde an der Töss) zu besuchen. Dort hatten wir die Aufgabe, über das Projekt GGU zu berichte, welches die Gemeinde seit einem Jahr regelmässig unterstützt. Die Anwesenden waren über den Vortrag so bewegt, dass sie spontan beschlossen, eine Kollekte aufzunehmen, um den Studenten der GGU Schule Matratzen zu kaufen, da diese seit einem Jahr auf dem Boden schlafen.

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Jugendveranstaltung

Beim anschliessenden Mittagessen mit einigen Freunden der Gemeinde konnten David und Joyce viele Bekanntschaften schliessen und ein Ehepaar nahm uns anschliessend mit ins Technorama, welches den beiden Kenianern unglaublich Eindruck machte. Besonders die Abteilung, welche über den menschlichen Körper und dessen Funktionen berichtete, gefiel ihnen. Da konnte man die Lautstärke seiner Stimme messen lassen, sein eigenes Skelett anschauen, aufgrund der Sprungkraft die Weite eines Sprungs voraussagen lassen, den Herzschlag messen und vieles mehr. Nach einem gemütlichen Abendessen ging es dann zurück nach Illnau. Da auch am nächsten Tag wieder viel los sein wird, ist genug Schlaf wichtig.

In den nächsten Tagen finden viele weitere Events mit David und Joyce statt, und es würde uns sehr freuen, dich das eine oder andere Mal dort anzutreffen. Möchtest du David oder Joyce einmal zu dir einladen, dann schreibe uns eine Email auf info@goa-schweiz.ch und wir werden das gerne für euch organisieren, sofern es zeitlich noch klappt.

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Zu Besuch in der CGT

Wir freuen uns riesig über die Ehre und das Privileg, die beiden lieben Freunde und Gründer von GOA Kenya hier in der Schweiz haben zu dürfen, und sind gespannt auf das, was uns gemeinsam noch erwartet.

Herzlich grüsst euch (nun wieder aus Illnau),

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Technorama

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Experimentieren mit Reibungskräften

eure Rebekka

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