Geburtstag feiern auf kenianische Art! Geschrieben November 4, 2013 von Rebekka Siegwart

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Feier in der Mathare-Gemeinde

Liebe Freunde       

Gestern hatte ich die tolle Gelegenheit, meinen nun bereits 25. Geburtstag hier in Kenia zu feiern. Ich gab niemanden Bescheid, dass der 3. November mein Geburtsdatum ist und rechnete deshalb auch nicht mit irgendetwas Speziellem. Das sollte jedoch anders kommen und es begann so:

Ich war in Nairobi und ging am Vorabend früh schlafen, da ich vom vielen Reisen ziemlich erschöpft war. Einige Minute nach Mitternacht weckte mich der Rufton meines Handys aus dem Schlaf und als ich den Anruf entgegennahm ertönte mir ein lautes HAPPY BIRTHDAY TO YOU entgegen. Es waren unsere Slumjungs, welche die ersten sein wollten, die mir ein Ständchen zum Geburtstag sangen und mir alles Gute wünschten. Als ich einige Stunden später zum Frühstück im Haus von David und Joyce, dem Leiterehepaar von GOA, erschien, erwarteten mich bereits zwei unserer Volontäre aus der Schweiz mit persönlichen Geburtstagsgrusskarten und einem selbst gestrickten Schal. Da es Sonntag war machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Kirche in Mathare und dort wartete die nächste Überraschung. Ich wurde nach vorne gerufen und die Leute überreichten mit einen leckeren Kuchen, den ich dann in Stücke zerteilen und der ganzen Gemeinde verteilen konnte. Weiter ging es damit, dass eine Karte herumgereicht wurde, in welche die Gemeindemitglieder persönliche Widmungen hineinschreiben konnten. Auf dem Nachhauseweg traf ich einen guten Freund von mir, welcher mir stolz eine Tafel Schokolade überreichte… woher er wohl gewusst hat, dass mir dies seit meiner Abreise nach Kenia sehr gefehlt hat?!=) Auch an Anrufen aus den Waisenhäusern, den Gemeinden und Jugendprojekten fehlte es nicht und auf Facebook wagte ich mich schon gar nicht nachzuschauen.

Zuhause angekommen ging das Feiern weiter: Nach einem reichhaltigen Abendessen sang die Familie von David und Joyce zusammen mit den Volontären Dorit, Dominik und Michael ein lautes und fröhliches Happy Birthday, und einige traditionelle Lieder und Tänze wurden angestimmt. Auch hier wurde wieder ein Kuchen hereingebracht, diesmal sogar mit Namenswidmung drauf.

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Der Geburtstagskuchen

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Die ganze Schweiz-Kenia-Familie

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Überreichen der Geburtstagskarte

Nach kenianischer Tradition wurde das Schneiden des Kuchens von Gesängen begleitet und anschiessend wurde das Geburtstagskind von allen Anwesenden mit Kuchen gefüttert, wobei oft auch absichtlich etwas Kuchenglasur im Gesicht kleben blieb! Ebenfalls Tradition ist es, dass das Geburtstagskind mit einigen Eimern Wasser überschüttet wird, doch da es am Tag geregnet hatte und ich bereits nass im Haus ankam, wurde mir dies erspart. Ich war sprachlos, als dann jedes Familienmitglied der Reihe nach erzählte, was sie mit mir bereits aller erlebt hatten, was sie von mir lernen und was ich für sie persönlich bedeute.  Nachdem die ganze Familie dann für mich und mein neues Lebensjahr gebetet hatte, durfte ich dann auch noch einige Worte an sie richten, auch wenn ich fast nicht wusste, was ich sagen sollte. Was für ein Geschenk, so in einer Kultur aufgenommen zu sein und Teil vieler Projekte, Familien und Freundschaften zu sein. Dieser spezielle Tag wird mir noch lange in Erinnerung bleiben…

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Mit meinem kenianischen Dad…

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Die Kuchenglasur mitten ins Gesicht!

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Füttern des Kuchens…

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Füttern des Kuchens 2…

Auch euch danke ich für die lieben Glückwünsche und grüsse euch lieb,

Rebekka

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