Präsidentschaftswahlen in Kenia am 4. März! Geschrieben Februar 24, 2013 von Rebekka Siegwart

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Liebe Freunde

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Schon bald kommt der Monat März auf uns zu. In den kommenden Tagen sind wir ganz fest auf eure Gebete angewiesen, da am 4. März die Präsidentschaftswahlen in Kenia ausgetragen werden. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2007/08 brach ein schlimmer Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen Stämmen in Kenia aus:

Die politischen Unruhen begannen am 30. Dezember 2007, am Tag der Veröffentlichung der offiziellen Ergebnisse zur Präsidentschaftswahl vom 27. Dezember und fanden ihr vorläufiges Ende am 28. Februar 2008 als eine Einigung der beiden Konfliktparteien erzielt wurde. Nachdem der bereits zuvor amtierende Präsident Mwai Kibaki zum Gewinner der Wahl erklärt wurde, erhob sich großer Protest seitens der Oppositionspartei ODM. Ihr Präsidentschaftskandidat Raila Odinga erklärte, dass er das Wahlergebnis nicht anerkennen werde, da es offensichtlich gefälscht sei. Sehr bald entwickelte sich der Konflikt zu einer Auseinandersetzung zwischen Volksgruppen, wobei vor allem Angehörige der Kikuyu attackiert wurden, zu denen auch Präsident Mwai Kibaki gehört. Bei den Unruhen wurden in Kenia schätzungsweise über 1.500 Menschen getötet und mehr als 600.000 Menschen mussten vor den Gewalttätigkeiten fliehen.

Kofi Annan und George W. Bush sowie weitere Politiker und Nobelpreisträger intervenierten und so kam es schlussendlich zu einer Koalitionsregierung. Kofi Annan verliess am 2. März Kenia, seine Aussage vor der Abreise: „Es liegt noch ein langer Weg vor uns. Wir wollen, dass Kenia wieder das alte Kenia wird: stabil, friedlich und gastfreundlich.“

Daran hat Kenia nun 5 Jahre lang hart gearbeitet und will es auf keinen Preis bei den diesjährigen Wahlen wieder verlieren. Deshalb wurde ganz neu eines der modernsten Wählersysteme eingeführt, wo sich die Leute per Fingerabdruck registrieren und dann auch so wählen. So will man den Wahlbetrug einschränken. Allgemein unterscheiden sich die Wahlen dieses Mal von den vorhergehenden.  Noch nie gab es so viele  Kandidaten, welche zum Präsident werden möchten, und noch nie wurde so viel politisiert und Propaganda gemacht wie dieses Mal. Es bleibt uns nur zu hoffen, dass auch die Reaktion der Bevölkerung dieses Mal anders ausfällt als beim letzten Mal und sie  den Frieden im Land bewahren können.

Vielen Dank, dass ihr in dieser Zeit besonders an Kenia denkt und wir hoffen fest, dass der Friede in Kenia auch nach den Wahlen bestehen bleiben darf. Dies ist auch für den weiteren Verlauf unserer Projekte in Kenia von zentraler Bedeutung.

Mit herzlichen Grüssen,

Rebekka

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