Kieni West

Viele vernachlässigte Kinder aus ländlichen Gegenden flüchten in die Stadt, um dort ihr Glück zu suchen, wo sie dann als Strassenkinder enden. Mit diesem Projekt soll den betroffenen Kindern, welche niemanden mehr haben, der sich um sie kümmert, ein neues Zuhause gegeben werden. Durch schulische Bildung sollen sie später die Möglichkeit haben für sich selbst zu sorgen. Kieni West bezeichnet eigentlich eine Region, von welcher der Name für das Waisenhaus abgeleitet wurde.

Aktuelles:

Der Bau eines Gebäudes für Küche und Aufenthaltsraum soll den Kindern mehr Platz geben. Bis jetzt wurde in den Schlafräumen gegessen, gelernt und gespielt, was natürlich nicht optimal ist.

Informationen

Ort: Mweiga, Nyeri County

Klima und Lage: Einige Kilometer ausserhalb der Ortschaft befindet sich das Waisenhaus Kieni West, ländlich gelegen und von einigen Bauern benachbart, welche ihren Lebensunterhalt durch die Landwirtschaft zu bestreiten versuchen. Das meist trockene Wetter und die sandige Erde erschweren dies jedoch. Bei schönem Wetter kann man den nahegelegenen Mount Kenya bestaunen – einen erloschenen Vulkan, welcher der zweithöchste Berg Afrikas ist.

Anzahl: Ca. 30 Kinder, 5-20 Jahre alt

Schule: Die Kinder besuchen eine der beiden Primarschulen, welche sich ca. 20 Minuten vom Heim entfernt befinden (Honi Primary School; Future Leader School). Eine davon ist eine Privatschule und wird von einigen der jüngeren Kindern besucht, welche noch etwas mehr Unterstützung brauchen. Die Jugendlichen besuchen die GOA-Sekundarschule.

Eunice Wacera & John Michuki, Manager

Vier Personen arbeiten in Kieni West:

Eunice ist seit 1996 mit John Michuki Wanyora verheiratet und zusammen haben sie vier Töchter und einen Sohn. Eine ihrer Töchter leidet an Kinderlähmung und besucht daher eine Sonderschule.
2016 entschied sie sich für eine erneute Weiterbildung in der Hauswirtschaft und erhielt darauf auch eine Arbeit in diesem Bereich. Ein Jahr später wurde sie darüber informiert, dass das GOA-Waisenhaus Kieni West eine Hausmutter suchte. Eunice sah dies als den Ruf Gottes, da sie ihr ganzes Leben mit Kindern gearbeitet hatte, und nahm diese Aufgabe freudig an.

Ein Gärtner und eine Köchin helfen im Alltag bei verschiedensten Aufgaben mit und unterstützen das Leiterehepaar bei der Betreuung der Kinder.

Das Heim in ländlicher Gegend in Zentralkenia wurde 2004 von Pastor Macharia und seiner Frau Lydiah im eigenen Haus gestartet und wurde das Zuhause für über 30 Kinder. Leider starb Pastor Macharia im Jahr 2007 bei einem Verkehrsunfall und liess seine Frau alleine mit all diesen Kindern zurück. Als GOA diese Geschichte vernahm, wurde beschlossen das Waisenhaus zu unterstützen, wodurch Kieni West 2008 zu einem GOA-Waisenhaus wurde. Die Gebäude und deren Einrichtung waren zu diesem Zeitpunkt in einem sehr schlechten Zustand und hätten dringend renoviert werden müssen, da die Behörden drohten das Heim zu schliessen. So wurde entschieden, ein neues Gebäude an einem anderen Ort zu bauen, welches sich auf eigenem Grund befindet. Mit finanzieller Unterstützung aus der Schweiz konnte schliesslich ein Landstück gekauft werden, worauf 2012 zwei Schlafsäle gebaut und eingerichtet wurden. Im Moment sind Arbeiten an einem Gebäude für Küche und Aufenthaltsraum noch im Gange, welches den Kindern und Mitarbeitern ein wenig mehr Komfort bieten soll.

Patenschaften haben massgeblich dazu beigetragen, dass viele Kinder ein neues Leben beginnen konnten. Diese Chance wollen wir den Kindern weiterhin ermöglichen!

Erfahren Sie mehr über unsere Patenschaften.

Alle Kinder im Kieni West haben eine Patin oder einen Paten.

Statements

Nach Kieni West zu gehen, ist für mich wie nach Hause zu kommen. Ich werde jedes Mal von einer herzlichen „Grossfamilie“ mit engagierten, fürsorglichen Waisenhauseltern und aufgestellten, lernbegierigen Kindern empfangen. Die liebenswürdige Aufnahme hat dazu beigetragen, dass meine anfänglichen Zweifel und Unsicherheiten schnell verflogen. Zudem schätze ich es sehr, dass ich immer neue Projektideen für ihr tägliches Leben einbringen darf und dann auch bei der Umsetzung tatkräftig vom ganzen Waisenhaus unterstützt werde.

– Michaela, Volontärin

Eindrücke

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