SCHULBERICHT 1: Eine Schule für 1000 Nomadenkinder… Geschrieben Juli 7, 2013 von Rebekka Siegwart

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Es ist wie ein Traum. Niemand hätte gedacht, dass ein solches Projekt jemals realisiert werden könnte…

Vor knapp neun Jahren reiste David Thagana, der Gründer von GOA, zusammen mit einem Team in die Region Turkana in Nordkenia. Hier ist es durchschnittlich 40° Celcius heiss, die Landschaft besteht aus Sand so weit das Auge reicht, einigen Palmen, Kamelherden und Strohhütten. 80 km von der grössten Stadt in Turkana entfernt liess sich das Team in einem Dorf Namens Akatuman nieder. Bald stellte sich heraus, dass in dieser Gegend ca. 8000 Menschen lebten, von denen nicht einmal die Regierung etwas wusste. Niemand konnte lesen oder Englisch sprechen, Wasser musste vom weit entfernten See auf dem Kopf herantransportiert werden und vielen Kindern fehlte es sogar an einer einzigen Mahlzeit am Tag. Als das Team um David mit den Ältesten des Dorfes Akatuman sprachen und fragten, was sie sich denn wünschen, war die Antwort simpel: Eine Primarschule, einen Brunnen und eine Gemeinde.

Nur wenige Jahre später wurden alle diese Wünsche dank GOA und der Hilfe Gottes Realität. Besonders die GOA- Schule im Dorf wuchs sehr schnell und beherrbergt heute über 950 Nomadenkinder aus der ganzen Region. Die Schule wurde von einer Amerikanerin finanziert, welche ihre Tochter Maggie in einem Autounfall verlor und etwas tun wollte, um den Namen ihrer Tochter zu erhalten. So wurde die Schule Maggies School genannt.

Auch die Regierung hörte vom Projekt und beschloss, der GOA-Schule in Akatuman zwei weitere Schulzimmer zu bauen. Das Rote Kreuz begann, die Schule als Verteilzentrum für Relief-Food (Nahrungshilfsgüter) zu gebrauchen, was der Schule einen weiteren Stellenwert in der Gemeinschaft der Turkanas sicherte. Die ganze Geschichte der Maggies School ist in diesem Film dokumentiert:

Im Jahr 2013 sieht die Schule nun bereits schon ganz anders aus. Der folgende Film zeigt einige der Fortschritte auf, wie zum Beispiel das Landwirtschaftsprojekt oder die Fertigstellung der Küche,  kommentiert von der Leiterin der Schule, Felicitas Njoki.

Wie genial, dass all diese Kinder nun Schulbildung erhalten dürfen und durch das Wasser- und Selbstversorgungsprojekt auch genug zu Essen und zu Trinken haben können!! Mit diesem ermutigenden Bericht über unsere Nomadenschule „GOA Maggies School Akatuman“ wünsche ich euch allen einen guten Start in den Tag.

Herzlich,

eure Rebekka

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