ADVENTSKALENDER 6. DEZEMBER Geschrieben Dezember 6, 2012 von Rebekka Siegwart

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Bonface und ich studieren an Ideen für die Selbstfinanzierung herum

Hilfe zur Selbsthilfe: Wie einer unserer Studenten sich selbst finanziert!

„ Mein Name ist Bonface Maina und ich bin im Waisenhaus Tumaini aufgewachsen. Seit eineinhalb Jahren mache ich eine Ausbildung im Bereich Tourismus. Mit dieser Ausbildung möchte ich in Zukunft für GOA-Mitarbeiter Missionseinsätze koordinieren und GOA-Besuchern aus dem Ausland Aufenthalte in den Waisenhäusern, Safaris und andere Reisemöglichkeiten anbieten. Auf diese Weise kann ich den andern Kindern in unsern Waisenhäusern und auch der gesamten GOA-Organisation helfen. Obwohl unsere Ausbildungskosten von GOA übernommen werden, wofür wir unglaublich dankbar sind, reicht das zusätzliche Geld welches wir für Miete, Wohnen, Transport, Essen und Kleidung pro Monat erhalten (80 Franken) oft nicht aus; besonders hier in Nairobi. Manchmal hat GOA auch kein Geld und wir werden auf den nächsten Monat vertröstet… deshalb haben wir uns kürzlich mit allen GOA-Jugendlichen in Ausbildung getroffen und einen Plan entwickelt, wie wir uns selbst finanzieren könnten. Dadurch könnte GOA das Geld für unseren Unterhalt für andere gute Zwecke einsetzen. Wir haben genug lang Unterstützung erhalten, nun ist es an uns, GOA zu unterstützen so gut es geht. Eine unserer Ideen, dies zu tun, wäre eine eigene Druckerei, wo wir die Materialien für unsere GOA-Schulen und Seminare selber drucken sowie Aufträge von aussen entgegennehmen könnten. So würden die Produktionskosten für GOA sinken und wir könnten mit der Arbeit in der kleinen Druckerei unseren Unterhalt verdienen. Wir haben aber auch schon konkrete kleinere Projekte begonnen. Ich kaufe  zum Beispiel auf billigen Märkten Hosen ein und verkaufe diese dann in der Stadt für einen guten Preis weiter. Dies mache ich fast jeden Nachmittag wenn ich aus dem GOA-Büro komme, wo ich morgens jeweils putze, Tee koche und Arbeitsgänge erledige. Meine Kurse habe ich alle auf den Abend gelegt, sodass ich den Tag fürs Arbeiten zur Verfügung habe. Von diesen Geschäften erhoffe ich mir, in Zukunft die Miete selbst bezahlen zu können. Auch die anderen GOA-Jugendlichen haben ihre eigenen Projekte auf die Beine gestellt und arbeiten hart, um ihr eigenes Geld zu verdienen. Wir haben aber noch viel mehr Ideen, die wir in Zukunft umsetzen möchten um nicht nur uns selber, sondern auch die andern Kinder in GOA zu unterstützen, die ja auch allen noch eine Ausbildung machen möchten. Unsere Zeit ist gekommen, um als gute Vorbilder für alle weitern 400 Waisenkinder unsere Leben selbst in die Hand zu nehmen.“

Bonface als kleiner Junge, kurz nachdem er im Waisenhaus Tumaini aufgenommen wurde.

Wir sind unglaublich ermutigt durch die Initiativen unserer Jugendlichen und ihr Herz für die Kinder in den Waisenhäusern die nach ihnen kommen. Wir sind gespannt darauf, die Initiativen in ihrer Umsetzung zu sehen, und sind dankbar um Anfangskapital für solche Projekte. Morgen werdet ihr einen kleinen Einblick in unser Waisenhaus Beat the Drum erhalten.

Bis dann, eure Rebekka

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