Caroline und Leo in Kenia

CAROLINE & LEO IN KENIA, REISEBERICHT NO. 1

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Schon viele Jahre sind Caroline und Leo, ein Schweizer Ehepaar, mit GOA verbunden. Diesen Sommer haben sie zum ersten Mal eine Reise nach Kenia unternommen. In zwei Blogeinträgen teilt Caroline ihre Erlebnisse mit uns:
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Rebekka Wehrli-Siegwart, die Gründerin von GOA Schweiz lernte ich während ihres Studiums an der Pädagogischen Hochschule in Zürich kennen. Ich war da ihre Klavierlehrerin. Mit Interesse verfolgte ich ihr Engagement für die Waisenkinder in Kenia und ihre Gründung von GOA Schweiz. Nach Beendigung ihres Studiums blieben wir in Kontakt uns es entstand eine schöne, langjährig Freundschaft in welcher ich mich bis heute gerne auch für GOA engagiere. Dies als Musikerin/Pianistin mit verschiedenen Benefizkonzerten sowie Musik/Theater-Aufführungen aber auch mit Ideen und praktischer Mithilfe im Fundraising oder bei kleineren administrativen Arbeiten. Seit 2023 sind mein Mann Leo und ich auch Paten von zwei Waisenkindern im Kinderheim Tumaini. Im August/September 2025 machten wir eine individuell gestaltete Patenreise um die beiden zu besuchen, die Menschen von GOA Kenia persönlich kennen zu lernen und danach noch etwas Ferien in Kenia zu machen.

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Am Flughafen in Nairobi wurden wir, spät am Abend sehr freundlich von Harrison Kagwima empfangen. Er hat unsere Reise organisiert und war während der ganzen Reise unser Fahrer, Guide und Reiseleiter. Mit seiner unkomplizierten Art erzählte er uns viel über Kenia und GOA und brachte uns die Situation der Kinder in den Heimen näher Er konnte das sehr gut, weil er selber ein GOA- Waisenkind war. Er wuchs im Kinderheim Strong Tower auf und konnte dank Spenden aus der Schweiz in die Schule gehen und danach eine höhere kaufmännische Ausbildung machen. Er ist jetzt daran seine eigene Firma im Touristik- /Reisebereich aufzubauen. Damit wird er in Kenia auch Arbeitsplätze schaffen können.

Das Haus von GOA-Gründer David Tagana und seiner Frau Joyce war unsere erste Station. Die beiden empfingen uns mit grosser Herzlichkeit und wir fühlten uns von der ersten Minute an wohl. Bei den gemeinsamen Essen und in den Abendstunden durften wir tiefgreifende, interessante Gespräche führen, ein reger Austausch von Ideen fand statt und wir erhielten Einsicht was David und seine Frau alles aufgebaut hatten. Mit grosser Wertschätzung und tiefem Respekt sehen wir auf die wertvolle Lebensarbeit dieser beiden Menschen.

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Im Hauptsitz von GOA Kenia, in Nairobi lernten wir dann die GOA-Mitarbeitenden kennen. Auch hier waren wir sehr willkommene Gäste. Wir konnten Fragen stellen zu den Projekten sowie auch zu den Finanzen (Verwendung von Spendengeldern usw.), offen und transparent kriegten wir Antworten. Es hat uns beeindruckt zu sehen wie sich dieses Team mit Fachwissen und viel Hingabe für die Belange von GOA einsetzt.

Am nächsten Tag lernten wir einige Studenten der Universität Nairobi kennen. Es sind alles „ehemalige Waisenkinder“ welche in den GOA- Waisenhäusern aufgewachsen sind und dann mithilfe von Spenden ein Universitätsstudium beginnen konnten. Joseph Kago, zuständig für das Berufsausbildungsprogramm bei GOA Kenya, coacht sie tatkräftig mit fachlicher und menschlicher Kompetenz und viel Einfühlungsvermögen.

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Wir bekamen aber auch mit, dass es schwierig sei, genügend Spenden in der Schweiz zu sammeln, damit für alle Jugendlichen das Schulgeld beglichen werden kann. Zudem benötigen sie auch Unterrichtsmaterialien und Laptops, welche oft nicht zur Verfügung stehen. Zur Zeit fehlen beispielsweise noch 15 Laptops für Studierende, die im September ihre Ausbildung begonnen haben. Nur dank zusätzlicher Unterstützung aus der Schweiz könnte dies noch finanziert werden.

Leo und ich empfanden grössten Respekt vor jedem Einzelnen dieser Studierenden. Sie schaffen es, trotz aller Hindernisse in ihren Leben, immer wieder die Kraft und Motivation zu finden weiterzumachen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Grossartig!

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Wie unsere weitere Reise verlief, könnt ihr in unserem nächsten Blogeintrag lesen. Bis dann, Caroline und Leo