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CAROLINE & LEO IN KENIA, REISEBERICHT NO. 2 (FORTSETZUNG)

Veröffentlicht am

Schon viele Jahre sind Caroline und Leo, ein Schweizer Ehepaar, mit GOA verbunden. Diesen Sommer haben sie zum ersten Mal eine Reise nach Kenia unternommen. In zwei Blogeinträgen teilt Caroline ihre Erlebnisse mit uns:

Am nächsten Morgen kam Harrison, unser Fahrer, und fuhr uns über holprige, staubige Strassen ins Waisenhaus Tumaini, welches im Naivasha-Gebiet auf über 2500 M liegt. Eine fröhliche Kinderschar empfing uns. Sie freuten sich über die Geschenke und über unseren Besuch. Voller Herzlichkeit wurden wir vom Leiter Josphat Mukubwa empfangen. Er führte uns durch die Anlage und zeigte uns alles. Wir lernten die Kinder in ihrem Alltag kennen, beim Spielen, in persönlichen Gesprächen und beim gemeinsamen Essen.

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Unsere beiden Patenkinder Peter und Ann zu treffen war ein sehr besonderer Moment. Es war so schön sie kennenzulernen. Wir durften sie dann auch zu einer Shopping Tour einladen, wo sie sich selber Sachen kaufen konnten, die sie brauchten und ihnen gefielen. Sie haben sich so sehr gefreut, wie man auf dem Bild links sieht.

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Doch wir haben in Tumaini auch Kinder angetroffen, die noch keine Patinnen oder Paten in der Schweiz haben. Beispielsweise Paul Karuri und Monicah Wanjiru, welche ihr auf nebenstehendem Bild seht.

Vielleicht könnte jemand, der diesen Blog liest, eine dieser Patenschaften übernehmen? Monica und Paul (Bild rechts) würden sich bestimmt riesig darüber freuen, ebenfalls eine Patin oder einen Paten zu haben.

Caroline und Leo in Kenia

Der Leiter des Kinderheims Tumaini, Josphat, und seine Frau Joyce führen das Heim mit fast 100 Kindern mit viel Herzensengagement. Es ist erstaunlich, dass so viele Kinder mit wenig Betreuern so gut organisiert und friedlich zusammenleben können. Was Josphat und sein Team tagtäglich leisten verdient grösste Bewunderung und Hochachtung. Josphats Einfühlungsvermögen und seine Fürsorge für alle Belange der Kinder kommt nicht von ungefähr. Er war selber eines der ersten „GOA“-Kinder welches unter David Thaganas Schutz im Waisenhaus Tumaini aufwuchs, zur Schule gehen konnte und danach ein Studium als Pädagoge sowie eine Ausbildung als Buchhalter machen konnte.

Aus eigener Erfahrung weiss er daher, wie die Kinder sich fühlen und was sie brauchen und setzt sich mit Herzensgüte für sie ein.

Die nächste Station unserer Reise war das Waisenhaus Rhema. Mit etwa 35 Kindern ist Rhema ein kleineres, familiär geführtes Kinderheim. Inmitten der Natur mit grossem Gemüsegarten, Kühen und Ziegen. Auch hier wurden wir mit grosser Freundlichkeit vom Leiterehepaar Monica und Salomon Muraguri empfangen. Sie führen das Heim seit drei Jahren. Die Kinder eilten neugierig herbei, wir wurden von allen umarmt und sie freuten sich sehr über unsere kleinen Geschenke. Salomon und Monica zeigten uns die Zimmer der Kinder, Gästeräume, das Büro und den Garten. Hier gibt es noch keinen elektrischen Strom. Die Wäsche besorgen die Kinder von Hand und auch das Geschirr waschen sie selber. Es wird noch am offenen Feuer gekocht.

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Es ist eine grosse und aufwendige Arbeit von Monica und ihrem Küchenteam (und manchmal auch von den Kindern), jeden Tag an dieser Feuerstelle für alle zu kochen. Der Feinstaub der dadurch freigesetzt wird (PM 10) und in der kleinen Küche hängenbleibt kann zu Schädigungen der Lungen und Atemwege führen, Herz-Kreislauf Probleme und sogar Krebs verursachen, es ist auch nicht gut für das Oekosystem wie Pflanzen, Böden und Gewässer. Leider müssen viele Menschen, welche armutsbetroffen sind, immer noch so kochen, weil sie sich finanziell schlichtweg keinen anderen Kochherd leisten können.

Mir war schlagartig klar: Monica und ihr Team brauchen einen Kochherd!

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Ich wandte mich an David und Joyce in Nairobi, welche die Situation in Rhema gut kennen. Ein elektrischer Kochherd kommt nicht infrage, da das Kinderheim nicht ans Stromnetz angeschlossen ist, aber ein Gaskochherd käme in Frage. Der erste Kostenvoranschlag dafür belief sich auf ungefähr CHF 2200.-

Somit möchte ich eine Sammelaktion für einen Gaskochherd in Rhema starten. Die Kinder und das tatkräftige Leiterehepaar Monica und Salomon, welches sich so liebevoll für diese Kinder einsetzen, würden sich riesig über dieses Geschenk freuen, welches ihnen in ihrem Alltag eine grosse Erleichterung bringen würde.

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Nach dem Besuch in Rhema organisierte Harrison für uns eine Bootsafari auf dem Naivasha-See. Abseits grosser Touristenströme konnten wir unter kundiger Führung einigen interessanten afrikanischen Tiere begegnen und einen schönen Tag in der Natur erleben. Harrison lernte uns auch was HAKUNA MATATA heisst….. =)

Dann ging es zurück nach Nairobi wo wir nochmals Gäste im Hause von David Thagana und seiner Familie sein durften. Nochmals durften wir die gute Atmosphäre mit Menschen voller Güte und Tatkraft erleben. Mit grosser Umarmung verabschiedeten wir uns von der Familie.

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Danach machten wir noch einige Tage „ einfach nur Ferien“ für uns in Diani Beach. Harrison hatte uns ein wunderbares Hotel am Strand organisiert.

Bereichert und tief berührt von all den wertvollen menschlichen Begegnungen sind wir in die Schweiz zurückgeflogen.

Danke für alles, Caroline und Leo