Die Gebäude des Waisenhauses Tumaini stehen unter Wasser

DOPPELTE BEDROHUNG

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Die Bedrohung des Coronavirus, strenge Massnahmen, welche für viele Familien den Verlust ihres Einkommens zur Folge haben, und damit nicht genug: In den letzten Tagen wurde Ostafrika auch noch von Überschwemmungen heimgesucht.

Schon länger regnet es in den ostafrikanischen Ländern heftig. Nachdem in den letzten Jahren die Regenzeiten häufig schwächer ausgefallen oder sogar ganz ausgeblieben waren, scheint der Regen dieses Jahr alles nachholen zu wollen. In den vergangenen Tagen verwandelten sich ganze Gegenden zu Sümpfen, unzählige Dörfer wurden überschwemmt, Strassen sind unpassierbar geworden.

In Kenia hat es auch die Projekte von GOA hart getroffen. Hier aktuelle Bilder aus dem GOA-Waisenhaus Tumaini, welches seit Tagen mit den Folgen der Überschwemmung kämpft.

Überflutete Strasse vor dem Tor des Waisenhauses Tumaini
Die Gebäude des Waisenhauses Tumaini stehen unter Wasser
Überschwemmter Platz zwischen den Gebäuden von Tumaini
Überschwemmungen im Waisenhaus Tumaini

Eine Kirchgemeinde von GOA mit 39 Familien musste in den vergangenen Tagen sogar evakuiert werden, da ihr ganzes Hab und Gut unter Wasser stand. So sind die Menschen nicht nur durch die Corona-Krise an den Rand ihrer Existenz getrieben, sondern verlieren durch die Fluten nun auch noch das Wenige, was sie noch besassen. Auch mit grossen Ernteausfällen muss wegen den Überschwemmungen gerechnet werden, was in einer Zeit, in der die Lebensmittelpreise aufgrund der Krise ohnehin schon viel höher sind als normal, verheerend sein kann.

Menschen sitzen verteilt auf einer Wiese und warten auf Essen

Nicht nur in Kenia, auch in anderen ostafrikanischen Ländern sind die Menschen von diesen beiden Schicksalschlägen betroffen. In Uganda beispielsweise hat die Zweigstelle von GOA um Hilfe gebeten, um die vielen hungernden Menschen durch Essenspakete unterstützen zu können. Sie alle haben aufgrund der Pandemie und der Überschwemmungen ihre Existenzgrundlage verloren.

Dank euch darf es aber in dieser schwierigen Zeit auch einen Lichtblick geben: Mit eurer Teilnahme an der Sammelaktion für Corona-Betroffene habt ihr mitgeholfen, das GOA immer wieder Menschen helfen konnte, die nicht mehr weiter wussten und alle Hoffnung verloren hatten. Mit eurer Hilfe erhielten hunderte von Menschen in Uganda Nahrungsmittelpakete. Die GOA-Gemeinde, welche von der Überschwemmung betroffen war, konnte evakuiert und an einem sicheren Ort untergebracht werden. Die Waisenhäuser, welche von den Überschwemmungen betroffen sind, dürfen wissen, dass GOA Schweiz dank euren Spenden für allfällige Schäden aufkommen kann. Für all diese Menschen in Kenia und Ostafrika sind eure Spenden und Gebete das, was ihnen wieder Hoffnung gibt.

Mann übergibt Frau ein Essenspaket
Mann lädt Essenspaket vom Lastwagen und übergibt es einer Frau
Nahrungsmittelpakete für Hungernde in Uganda

Ohne eure Unterstützung in den letzten Wochen wäre dies nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank allen, die bei der Aktion mitgemacht oder andere in ihrem Umfeld darauf aufmerksam gemacht haben. Noch immer kann unter folgendem Link für die Krisensituation gespendet werden:

GK4 B6020 2

Jetzt mit GOA Schweiz Krisenbetroffenen helfen!

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Social Distancing, ein Luxus den sich nicht jedes Land leisten kann. In Kenia beispielsweise ist dies kaum möglich.

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