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EINBLICK INS KINDERLAGER

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Liebe Freunde, ich bin ein ausgesprochener Morgenmuffel und trenne mich nur ungern von der mit viel Hingabe produzierten Bettwärme. Doch es gibt ein paar wenige Ausnahmen, bei denen ich schon vor dem Erschallen des Weckers mein Bett freiwillig verlasse und von Vorfreude getrieben alles daran setzte, dass ich so bald wie möglich „geputzt und gestriegelt“ das Haus verlassen kann. Eine solche Ausnahme stellen jeweils die Abreisetage nach Kenia dar. Für über dreihundert Kinder in Kenia war die letzte Woche auch eine solche Ausnahme; denn es stand das Kinderlager auf dem Programm. Die Kinder aus allen Waisenhäusern und verschiedenen GOA-Gemeinden fanden sich am vergangenen Montag in der Kleinstadt Gilgil ein, um gemeinsam eine Woche voller Spiel und Spass zu verbringen. Wer an jenem Tag die Vorfreude den Kindern noch nicht anmerkte, der wurde spätestens am nächsten Morgen Zeuge davon. Ab vier Uhr war nämlich nicht mehr ans Schlafen zu denken: Die Kinder konnten nicht mehr länger damit warten, die Geschichten und Erlebnisse des vergangenen Jahres mit ihren Freunden zu teilen, und schon gar nicht wollten sie den ersten Programmpunkt (Frühstück) um sieben Uhr verpassen. Also machten sie sich daran, sich zu waschen, die Zähne zu putzen, und sich ihr neu erhaltenes Kinderlager-T-Shirt überzustreifen. Ein Leiter machte die Kinder später am Tag darauf aufmerksam, dass sie doch bitte bis sechs Uhr schlafen sollen, und dass es auch nichts bringe, sich bereits um fünf Uhr fürs Frühstück anzustellen. Dank den vielen Aktivitäten, Erlebnissen und Eindrücken hielten sich die Kinder dann im Verlauf der Woche immer besser an diese Aufforderung. [gallery type="slideshow" size="large" ids="11049,11050,11051,11052,11060,11057,11058,11053,11059,11056,11055,11054,11061"] Das Kinderlager stand unter dem Motto „Come, let us built“ (Kommt, lasst uns bauen - Nehemia 2:17). Passend dazu wurden biblische Geschichten erzählt, neue Lieder gelernt oder kleine Spiele gespielt. Das Highlight der Woche war für die meisten das „Music Festival“, bei dem Gedichte, Volkstänze oder ganze Kurzmusicals vorgetragen wurden und auf das sich die Kinder schon im Vorfeld intensiv vorbereitet hatten. Aber auch das Fussballspielen sowie das Seilhüpfen oder das Schaukeln erfreute sich grosser Beliebtheit. Die Kinder wären gerne noch eine weitere Woche geblieben, nur den Leitern ging so langsam der Saft aus. Doch die Kinder mussten nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten. Neben ganz viel Dreckwäsche reisen auch tolle Erinnerungen und bleibende Freundschaften mit. Und vermutlich entwickelte sich noch auf der Heimfahrt eine kleine Portion Vorfreude auf das nächste Kinderlager. Auch ich durfte voll beladen die Rückreise antreten, mit vielen Eindrücken reich beschenkt: Was für ein wunderbares Privileg wir als GOA doch haben, an diesen Menschenleben mitzubauen! Herzliche Grüsse aus Kenia, Matthias
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