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PFLEGEFAMILIEN - EINE ALTERNATIVE BETREUUNGSFORM

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Vor einigen Jahren hat die kenianische Regierung entschieden, dass Kinderheime bald der Vergangenheit angehören sollten und andere Formen von Betreuung für benachteiligte Kinder in den Fokus rücken sollten. Was das für die Zukunft der Kinderheime von GOA Kenya bedeutet, teile ich gerne in den nächsten Blogs mit euch. Doch für GOA ist es nicht neu, nach alternativen Systemen für die Betreuung von Kindern zu suchen. Ein solches Projekt läuft nämlich schon seit vielen Jahren - und das sehr erfolgreich! Mit eurer Unterstützung können wir dieses Modell ausbauen und noch mehr Kindern helfen.
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Im Norden Kenias, in Tharaka, betreibt GOA Kenya schon lange ein Projekt, welches den Anforderungen der neuen Betreuungsformen bereits entspricht. Es ist ein lokales Pflegefamilienprogramm. Bei meinem letzten Besuch in Kenia habe ich den zuständigen Leiter des Projekts getroffen und auch mit einigen Kinder aus diesen Pflegefamilien Zeit verbringen dürfen.

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Ich war zutiefst beeindruckt von der guten Arbeit, die der Projektleiter Samson leistet und von den vielen Kindern, denen er in seiner Region mit nur wenig finanzieller Unterstützung sehr viel helfen kann.

Aktuell sind 22 Kinder Teil dieses Projekts. Sie alle können nicht bei ihrer Herkunftsfamilie leben und wohnen nun deshalb bei Verwandten, Bekannten, Nachbarn oder ausgewählten Pflegefamilien. Projektleiter Samson beschreibt mit folgenden Worten, wie das Programm funktioniert:

"Wenn wir von Kindern in unserer Region hören, die verwahrlost sind, keine Zugehörigkeit haben und nicht zur Schule gehen, dann schauen wir uns den Fall genauer an. Wir ermitteln, ob das Kind noch eine Familie hat und ob irgendjemand bereit ist, das Kind zu betreuen. Ansonsten wird in der Umgebung nach einer neuen Familie gesucht. Hat das Kind einen Platz gefunden, wird genau geschaut, welche Art von Unterstützung das Kind benötigt. Meist ist es das Schulgeld und das mit dem Schulbesuch verbundene Material, welches sich die Pflegefamilien nicht leisten können. Manchmal ist es aber auch Essen, Kleidung, eine zusätzliche Matratze für das Kind oder anderes. Sobald ein Kind Teil des Programms ist, wird es regelmässig zu Treffen eingeladen, damit ich und mein Team die Kinder auch persönlich begleiten können. Auch die Pflegefamilien treffen sich alle regelmässig und erhalten Schulungen zu Themen wie Erziehung, Kinderwohl und Familie.

Natürlich besuchen wir die Familien auch immer wieder, bringen die benötigten Nahrungsmittel und schauen wie es den Kindern geht. Auch in den Schulen gehen wir vorbei, bezahlen vor Ort direkt das Schulgeld der Kinder und kaufen für die Kinder ein, was sie für den Schulalltag brauchen. So sind wir nahe an den Familien wie auch an den Kindern und haben Gefässe, in welchen wir sie begleiten, fördern und unterstützen können. Deshalb funktioniert das Programm sehr gut und wir können schon mit wenig finanziellen Mitteln und guter Betreuung viel erreichen."

Samson leitet neben diesem Projekt auch eine lokale GOA-Gemeinde, die sich ebenfalls stark mit dem Pflegefamilienprogramm identifiziert. "Wir sammeln einmal im Monat als Gemeinde für dieses Projekt und legen unsere lokalen Mittel zusammen, um den Betrag, den wir jeweils aus der Schweiz erhalten, noch zu erhöhen, damit es für alle Bedürfnisse reicht", erklärt er mir.

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Da diese Kinder in verschiedenen Familien in unterschiedlichen Dörfern leben und die Bedürfnisse jedes Kindes und jeder Familie etwas anders sind, bieten wir hier keine individuellen Kinderpatenschaften aus der Schweiz an wie in den Kinderheimen. Trotzdem brauchen die Pflegefamilien finanzielle Unterstützung, um sich bestmöglich um diese Kinder kümmern zu können. Deshalb kann für dieses Projekt eine Projektpatenschaft übernommen werden, das heisst, dass man einfach einen selbstgewählten, monatlichen Betrag an das Pflegefamilienprogramm in Nordkenia spenden kann und dafür auf dem Laufenden gehalten wird, wie sich das Programm und die Kinder entwickeln. Natürlich sind auch einmalige Unterstützungsbeiträge willkommen, beispielsweise über den untenstehenden, extra für dieses Projekt eingerichteteten Twint-QR-Code.

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Weitere Informationen zu diesem Projekt erteilen wir euch gerne. Meldet euch jederzeit unter: email hidden; JavaScript is required