Ein trauriger Tag… Geschrieben Februar 6, 2019 von Rebekka Wehrli

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Gestern war ein unglaublich trauriger Tag für GOA in Kenia. Die Buchhalterin von GOA Kenya, Grace, hat letzte Woche ihren ältesten Bruder verloren und nur wenige Tage darauf auch noch ihren Vater. Der Bruder war noch keine 30 Jahre alt, der Vater um die 55 Jahre. Gestern wurden nun beide gleichzeitig beerdigt. Wir verliessen Nairobi bereits um 6 Uhr morgens, um gemeinsam mit den Familienangehörigen die Särge vom Spital abzuholen. Als wir nach einer dreistündigen Fahrt dort eintrafen, waren schon viele Menschen versammelt, um den beiden Männern die letzte Ehre zu erweisen. Der Familie war anzusehen, das es für sie kaum erträglich war, den Schmerz zu verkraften. Vom Spital ging es weiter zum Grundstück der Familie, wo sich fast 2000 Menschen einfanden, um gemeinsam den Abdankungsgottesdienst zu halten. Da so viele Menschen kamen, gab es unter den aufgestellten Zelten keinen Platz mehr und so sassen wir mit vielen anderen den ganzen Tag an der sengenden Sonne im Gras und lauschten den Reden, den Verabschiedungen und den Trostworten.

Einige GOA-Mitarbeiter an der Beerdigung mit Grace (2.v.l) und der Mutter (sitzend)

Man kann sich die enorme emotionale Belastung für die Familie kaum vorstellen. Dazu kommt, dass der Vater, welcher längere Zeit krank gewesen war, eine Spitalrechnung von über 5000.- hinterlassen hat und die Beerdigung von Vater und Sohn ebenfalls nochmals enorme Kosten für die Familie mit sich brachte. Grace, die von 5 Geschwistern nun die Älteste ist, fühlt sich zusätzlich auch noch sehr verantwortlich für die jüngeren Geschwister, welche alle noch in der Ausbildung sind und jetzt nicht wissen, wie es bei ihnen weitergehen wird. Grace hat selbst vor wenigen Monaten ihr zweites Kind bekommen und hat somit auch eine eigene Familie zu versorgen. Danke für eure Gebete für die Familie. Wenn ihr Grace gerne finanziell unterstützen möchtet, könnt ihr bis Ende Woche gerne einen Betrag auf unser Spendenkonto überweisen mit dem Vermerk: Grace Todesfälle. Vielen herzlichen Dank für euer Mittragen, damit unsere Mitarbeiter in Kenia auch spüren und erleben dürfen, dass wir aus der Schweiz hinter ihnen stehen und sie als Teil unseres Teams unterstützen und begleiten.

Heute erwartet mich Erfreulicheres: Ich werde mich mit Esther, der Leiterin aller Waisenhäuser treffen um auf dem neusten Stand zu sein, was in den einzelnen Projekten läuft und was für Pläne sie haben. Ich bin gespannt und mache mich jetzt auf den Weg zu ihr. Euch wünsche ich einen guten Tag und sende euch einige warme Sonnenstrahlen aus der Schweiz.

Bis bald, eure Rebekka