Ich kann es kaum glauben, die Primarschule abzuschliessen Geschrieben Oktober 27, 2018 von Matthias Gertsch

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Liebe Freunde,

Heute berichtet euch eine junge Dame aus dem Waisenhaus Strong Tower, wie sich ihr Leben nach der Aufnahme ins GOA-Heim verändert hat und welche Rolle dabei der Zugang zu Bildung spielt. Viel Vergnügen!

„Hallo zusammen,

mein Name ist Esther Wangui und ich bin in der achten Klasse. Ich bin so unglaublich dankbar, im Waisenhaus Strong Tower leben zu dürfen. Manchmal kann ich es kaum glauben, dass ich wirklich in meinem letzten Jahr der Primarschule bin. Ich hatte die Hoffnung verloren, jemals meine Lebensträume zu verwirklichen. Um ehrlich zu sein, glaubte ich nicht daran, dass jemals etwas aus mir werden könnte. Meine Mutter war Alkoholikerin und hat mich und meine ältere Schwester oft ohne Essen und Betreuung zurückgelassen. Die wenigen Male, als sie nach Hause kam, war sie in Begleitung von Männern. Sie erzählte ihnen dann, wie schön ihre Töchter seien. Wir sind dann jeweils zu unserer alten Grossmutter geflüchtet. Als diese starb, hat sich unser Onkel dafür eingesetzt, dass wir in Strong Tower ein neues Zuhause erhielten.

Hier haben wir nun ein neues Leben, wo wir geliebt werden und beschützt aufwachsen. Ich hoffe, dass ich bei den anstehenden nationalen Abschlussprüfungen gute Leistungen erbringe, damit ich anschliessend eine gute Sekundarschule besuchen kann. Ich möchte allen danken, die mich auf diesem Weg unterstützen und es mir ermöglicht haben, von einer hoffnungsvollen Zukunft zu träumen.

Esther Wangui“

Nächste Woche beginnen für Esther und dutzende weitere Kinder und Jugendliche aus den GOA-Heimen die Abschlussprüfungen. Danke, dass ihr sie in euren Gedanken begleitet und in eure Gebete einschliesst, damit sie ihr volles Potential ausschöpfen können.

Herzliche Grüsse,
Matthias